Ceramiche Sbarluzzi Pienza
  • ss.146 km 35,500
    53026 Pienza (Siena) Italia
PIENZA (Toskana - Italien)

Geschichte, Kunst und Kultur


Die Geschichte Pienza ist an Enea Silvio Piccolomini eng verbunden. 1405 in Pienza geboren, wurde er 1458 Papst Pius II. Sein Wunsch war es, seinem Geburtsort Pienza nach den architektonischen Kriterien der Zeit zu einem Erscheinungsbild monumentaler Größe zu verhelfen. 1459 , der als "Il Rossellino" bekannte Architekt Bernardo Gambarelli, Schüler von Leon Battista Alberti, bekam daher den Auftrag eine in die bestehende urbanistische Struktur integrierte "ideale Stadt" zu entwerfen.
Die Werken dauern nur drei Jahre und am 29. August 1462, während des Feiertages S. Giovanni Battista, Pius weiht die Kathedrale und die neue Stadt.
Pius II. war den Bewegungen des Humanismus und der Renaissance aufgeschlossen und arbeitete auch für Friedrich III. und Papst Eugenio IV.
Die wunderschöne kleine Renaissance-Stadt Pienza liegt eingefasst zwischen den toskanischen Hügeln und dem Orcia Tal. Sie ist das erste Beispiel für eine Idealstadt der Renaissance und wurde zusammen mit Castiglione d'Orcia, Montalcino, Radicofani und San Quirico d'Orcia zum Weltkulturerbe erklärt.


Das historische zentrum Pienzas

Piazza Pio II ist das monumentalere Zentrum, ein lebendiges Beispiel für die utopische ideale Stadt, von den damaligen humanistischen Architekten entworfen. Der Platz umfasst all die Hauptgebäude des Dorfs: den Dom, den Bischofspalast, Palazzo Piccolomini, das Rathaus, Palazzo Ammannati und einen schönen Brunnen des 15. Jahrhunderts.
Beherrscht wird der Platz von der Kathedrale aus Sandsstein mit Travertinfassade. Die Fassade mit den drei Portalen ist in Travertin ausgeführt, die Komposition an monumentalen Triumphbögen inspiriert; auf der Fassade ist das Wappen Pius II. zu sehen. Das innere der dreischiffigen Kirche ist inspiriert von der Form der mitteleuropäischen Hallenkirchen, die Pius II. auf seinen Reisen jenseits der Alpen bewundert hatte. In den Kapellen des Schiffs sind einige Meisterwerke zu bewundern.
Durch seine gewaltigen Ausmaße beeindruckt der frei stehende dreistöckige Palazzo Piccolomini. Architekt Rossellino errichtete ihn nach dem Vorbild von Leon Battista Albertis Palazzo Rucellai in Florenz. Wie aus Würfeln zusammengesetzt wirkt die Fassade aus Sandstein und Travertin durch die durchlaufende horizontale Gebälk-Gliederung und die vertikale Einteilung durch Pilaster. Überraschend die zierliche Südfassade im Garten den drei übereinander angeordneten Säulenloggien. Von hier aus genoss der Papst eine herrliche Aussicht über die von ihm so geliebte Hügellandschaft. Im 1. Stock ist das Museum der Familie Piccolomini zu sehen.
Wenn man aus der Kathedrale kommt, liegt rechts der Palazzo Borgia. Den klassischen Renaissancebau des Palastes gab Kardinal Rodrigo Borgia in Auftrag. Dieser Borgia führte auch später, als Papst Alexander VI. , ein derart ausschweifendes Leben, dass durch sein Verschulden die katholische Kirche den Tiefpunkt ihres Ansehens erreichte. Heute beherbergt der Palast das Museo Diocesano. Prächtiges Ausstellungsstück dieses Museums ist das reich mit Goldfäden durchzogene seidene Messgewand Pius II. Das Museum hütet auch einige herrlichen Bildtafel des XV. Jahrhunderts, wie z.B. "Madonna col Bambino tra i Santi Biagio, Giovanni Battista, Nicola e Floriano" von Lorenzo di Pietro "Il Vecchietta", und "Madonna della Misericordia", 1490, von Luca Signorelli.
Der Palazzo Comunale, das Rathaus, liegt genau gegenüber dem Eingang zur Kathedrale an der Piazza Pio II. Der Palast stammt aus dem 14. Jh., der bemerkenswerte Turm, der aus Ziegelsteinen gebaut wurde, wurde im 17. Jh. hinzugefügt. Der Palast ist im 20. Jh. restauriert worden, behielt jedoch seine charakteristische Travertin-Fassade bei. Die Kirche San Francesco ist das einzig vollständig erhaltene mittelalterliche Gebäude der Stadt. Die gotische Fassade weist ein Portal aus dem 13. Jahrhundert auf. Das einschiffige Innere hütet die Wandfresken mit dem Leben San Francescos. Die Paläste Ammannati, Gonzaga und des Kardinal Atrebatense sind auch zu sehen.


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